Ab der Neunormierung 2026 wird in der HSP-Auswertung für alle wichtigen Kennwerte die erreichte Kompetenzstufe ausgewiesen: für den Gesamtwert (maßgeblich: erzielte Graphemtreffer) und für alle Rechtschreibstrategien.
Damit erhalten Sie ein differenziertes Bild, wie die Rechtschreibkompetenz eines Kindes einzuschätzen ist.
Für Unterricht und Förderung kommt der kompetenzbezogenen Einordnung der erreichten Leistung besondere Bedeutung zu. Die Kompetenzstufe gibt Ihnen eine wichtige Orientierung bei der Frage, was Sie im Rechtschreibunterricht gezielt fördern sollten.
In der HSP-Auswertung wird die erreichte Leistung des Kindes kompetenzbezogen eingeordnet: Es wird zum einen ausgewiesen, was das Kind bereits kann (erreichte Kompetenzstufe). Ergänzend dazu wird beschrieben, was die nächsthöhere Kompetenzstufe beinhaltet. Diese nächsthöhere Kompetenzstufe bildet den nächsten Entwicklungsschritt, den Ihrer Förderung unterstützen sollte.
Mit der Zuordnung des individuellen Lernstandes zu einer Kompetenzstufe werden die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten im Bereich Rechtschreibung – unabhängig vom sozialen Vergleich mit einer Referenzgruppe – kriteriumsbezogen beschrieben. Während bei Prozenträngen und T-Werten die individuelle Leistung mit der Leistungsverteilung einer Referenzgruppe verglichen wird, beziehen sich die Kompetenzstufen direkt auf die Anforderungen, die in den Testwörtern enthalten sind und die nach den erzielten Testwerten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit beherrscht werden. Die Kompetenzstufen ermöglichen eine kriteriale Einordnung des Testergebnisses und helfen bei der Planung von Fördermaßnahmen.