Im Rechtschreibtest werden kurze Sätze dreimal hintereinander von einem englischen Muttersprachler vorgelesen und zugleich auf dem Bildschirm angezeigt. Die Aufgabe besteht darin, eingebaute Rechtschreibfehler zu entdecken und diese anzutippen. Sobald der Satz das dritte Mal vorgelesen wurde, wechselt der Test automatisch zum nächsten Item. Dadurch wird eine einheitliche Bearbeitungszeit zwischen den Lernenden sichergestellt.
Pro Wort gibt es maximal einen Fehler, den es zu markieren gilt. Wird innerhalb eines Wortes ein zweites Mal getippt, verschwindet die zuvor gesetzte Markierung wieder.
Die eingebauten Fehler wurden sorgfältig ausgewählt:
Grundlage bilden die Fehlerprofile von über 600 Lernenden, die die Sätze zuvor diktiert bekamen und vollständig aufschrieben. Auf diese Weise lässt sich gewährleisten, dass es sich um „authentische Fehler“ handelt und TESS sowohl Fehler enthält, die viele Lernenden tatsächlich machen, als auch um solche, die leicht zu finden sind und zu Erfolgserlebnissen führen.
Bei den Fehlern lassen sich zwei Arten unterscheiden: zum einen phonetische Fehler mit einem falschen Buchstaben, zum anderen Groß- Kleinschreibungsfehler. Auf dieser Basis kann überprüft werden, ob Leistungsprofile auf mangelndes Regelwissen (Groß- Kleinschreibung) und/oder auf ein unzureichendes Verständnis für englische Graphem-Phonem-Korrespondenzen zurückzuführen sind.