Im Grammatiktest werden das Beugungswissen bei Verben und Substantiven sowie das Homophonwissen überprüft. Die 21 Items sind als kurze Dialoge im Lückentextformat gestaltet; Lernende wählen jeweils das passende Wort aus mehreren ähnlichen Distraktoren aus. Die Antwort kann vor der Bestätigung über einen grünen Haken (unten rechts) beliebig geändert werden. Tippfehlern und Flüchtigkeitsfehlern wird hierdurch vorgebeugt.
Nach 30 Sekunden – die auch für langsam Lesende ausreichend sind – erscheint ein Warnhinweis, anschließend wird automatisch die nächste Frage angezeigt. So bleiben die Lernenden „on task“, und bei Gruppentestungen entstehen keine größeren zeitlichen Unterschiede.
Je nach Frage stehen 4 bis 6 Optionen zur Auswahl. Diese folgen einem festen Muster:
eine Infinitiv- bzw. Singularform,
eine Form mit -es-Endung,
eine Form mit -s-Endung sowie
eine stets falsche progressive Form mit -ing-Endung.
Bei den Homophonfragen bestehen die Distraktoren aus anderen korrekt geschriebenen Homophonen sowie aus Kunstwörtern mit falscher Endung.
Der Test erfasst zwar keine umfassenden Grammatikkenntnisse, differenziert aber zuverlässig bei der Profilbildung und zeigt, ob Lese- oder Rechtschreibschwierigkeiten auf bestimmte Bereiche begrenzt bleiben oder auch das Grammatikverständnis betreffen.
Zu bedenken ist nämlich, dass sich Nachteilsausgleiche aus dem Deutschunterricht nicht 1:1 auf das Fach Englisch als Fremdsprache übertragen lassen, sondern im Hinblick auf mögliche zusätzliche Beeinträchtigungen in den Blick zu nehmen sind – hierzu leistet der TESS-Grammatiktest einen Beitrag.